Oh nein, nicht der gelbe Engel!

Bei all der Bestürzung über den tiefen Sturz des gelben Engels mag man fast den Eindruck gewinnen, als wäre der ADAC das Letzte, woran man in Deutschland noch wirklich geglaubt hat.

Keiner Kirche, keiner Bank, nicht einmal der Währung traute man mehr so recht über den Weg. Doch auf den goldenen Engel war Verlass. Immer. Er schützte die heilige Mission der Angehörigen der  Premium-Auto-Nation: Freie Fahrt – vor allem mit der Tachonadel tief im Südosten. Und jetzt das! Als ob die jüngste Klatsche für die Stiftung Warentest für Average Joe nicht erschütternd genug gewesen wäre.

Genug der Häme. Was da geschieht ist wirklich skandalös. Aber nein: Nicht der bedauernswerte Umstand, dass einem goldenen Engel die Federn gerupft werden, sondern dass Presse und Öffentlichkeit so entsetzlich überrascht sind, dass ein weitestgehend intransparenter, quasi-monopolistisch aufgestellter und überaus mächtiger Verein vielleicht nicht des deutschen Michel selbstloser Beschützer und Helfer ist. Das ist der eigentliche Skandal. Und der zweite ist der, dass sich wohl diejenigen am lautesten darüber aufregen, die am wenigsten gewillt sind, sich nach Alternativen umzusehen. Sonst wäre die Geschichte mit zwei kurzen Schreiben oder Mails erledigt.

Wer lieber handelt als zu lamentieren findet z.B. im Verkehrsclub Deutschland (http://www.vcd.org/) eine interessante und zudem ökologisch orientierte Alternative.

Eine schöne Woche Euch allen und allzeit gute Fahrt!

 

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