Ein Lebenszeichen…

Hallo liebe Leser!

Hier ist es ruhig geworden, sehr ruhig sogar. Und das schon eine ganze Weile. Aus diesem Grund wollten wir uns mal melden und sagen: „Es geht uns gut. Wir leben noch.“
Nur sind wir gerade sehr mit einem Projekt beschäftigt, das uns bis Anfang Herbst in Atem hält. Dann wissen wir auch, wie es hier im Blog weitergeht und werden berichten.

Bis dahin – genießt den Sommer!!

Liebste Grüße,

Euer smallternative-Team

 

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Das LOKAL – eine Keimzelle von „handmade“

smallternative zu Besuch im LOKALDer Ort hat fast etwas Mystisches. Eher unauffällig, etwas weggeduckt zwischen angrenzenden Wohnhäusern und Gewerbeeinheiten, würde man das alte Stadthaus in Hamburg-St. Pauli glatt übersehen – wäre da nicht das grelle Grün. Doch kaum hat die „grüne Villa“ den Blick erst einmal gefangen, zieht sie Passanten in ihren Bann. Man spürt, das ist kein Haus wie jedes andere. Nicht selten wird das „LOKAL“ für Mode- und Foto-Shootings genutzt, hin und wieder auch für rauschende Feste. Meistens aber finden sich hier Leute ein, die etwas selbst machen wollen, die experimentieren und Ideen haben. „Neue Ideen brauchen einen Ort zum Austesten“, erklärt Ragna. Einen Ort wie die Villa.

Ragna erwartet uns drinnen, hinter der kleinen Bar. Die Räumlichkeiten strahlen einen eigenen, verwunschenen Charm aus. Der bröckelnde Putz an den Wänden legt das Mauerwerk stellenweise frei. Die sichtbar werdenden Backsteine erzählen die Geschichte vom Anfang der Villa, als diese Mauern von Hand erbaut wurden. Und so spielen sie auf das an, worum es uns bei unserem Besuch vor allem geht: um Handgemachtes. Wir wollen etwas über „handmade“ erfahren, über eine Bewegung, die z.B. das Stricken oder generell den Spaß am Selbermachen (wieder)entdeckt. Was die „handmade-Community“ ausmacht und was das LOKAL damit zu tun hat, haben wir im Interview mit Ragna, der Koordinatorin und guten Seele der Villa, herausgefunden.

smallternative: Ragna, was verbindet das LOKAL mit der handmade-Szene?

Ragna: Allgemein ist das LOKAL ein Ort, wo man sich austauschen, sich vernetzen, sich auszuprobieren kann. Und ganz konkret kann man hier z.B. abends zum Strickclub kommen – auch ohne Nadeln und Wolle – und sich von den anderen Teilnehmen beibringen lassen, wie man strickt.

smallternative: Was reizt die Leute daran?konsumkultur_hamburg

Ragna: Ich denke auf diese Weise kann man z.B. etwas Selbständigkeit und Unabhängigkeit vom Markt zurückerobern, weil man dabei lernt, Dinge selbst herzustellen. Beim „Etsy-Lab“ – einer Art Bastelabend – ist das ähnlich. Man lernt mit einfachen Mitteln schöne Dinge herzustellen, z.B Verpackungen für Geschenke oder eigene T-Shirts zu bedrucken. Der Spaß, den die Leute dabei haben, führt auch zu einer weiteren Beschäftigung mit der Frage, was man alles selbst produzieren kann und nicht einzukaufen braucht.

smallternative: Und was ist das sonst noch so?

Ragna: In diese Richtung geht auch „Marmeladenfabrik“, ein Projekt meiner Kollegin Ulrike, bei dem wir im Garten des Lokals Früchte gesammelt haben, um sie zur hauseigenen Marmelade zu verkochen. Am Erntedankfest haben wir auch ein Event namens „Das hässliche Erntlein“ organisiert. Dabei haben wir Obst und Gemüse, das nicht in den Handel kommt, weil es zu klein, zu „hässlich“, zu unförmig ist, gesammelt und anschließend noch vor Ort verwertet.

smallternative: Wie gehen die Leute aus den Veranstaltungen raus, in denen sie etwas selbst gemacht haben? Welches Feedback bekommt ihr?

Ragna: Die Leute sind sehr begeistert. Beim Erntedankfest haben z.B. viele gefragt, wo man dieses Gemüse kaufen kann. Dabei wird dieses Essen normalerweise an Tiere verfüttert oder gar weggeworfen, weil es in den Ladenregalen einfach liegen bleibt. Das Feedback ist also sehr positiv. Die Leute sind wieder interessiert daran, wie Dinge hergestellt werden, Dinge, die ihre Großeltern oft noch selbst gemacht haben.

smallternative: Was geht denn verloren, wenn man Dinge nicht selbst herstellt?

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Ragna: Ein bisschen die Wertschätzung. Was man selbst gemacht hat, damit geht man anders um. Wenn ich ein T-Shirt selbst gestalte – z.B. besticke – hat es einen symbolischen, ideellen Wert, der über dem materiellen Wert liegt. Unabhängig vom Style ist es auf jeden Fall etwas Eigenes.

smallternative: Das Lokal ist ja eine Art Keimzelle der handmade-Community in Hamburg, kann man das sagen?

Ragna: Ja, auf jeden Fall. Es ist ein Treffpunkt und Ort, an dem viele Gedanken vorangetrieben wurden. Den Strickclub gibt es jetzt seit 3 Jahren und er hat das Thema lange vor Trends wie dem „urban knitting“ (das Einstricken von Bäumen) hier in kleiner Runde gemacht. Die haben auch das „hooked garn“ als erste verkauft.

smallternative: Warum können sich so viele Menschen für das Stricken begeistern?

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Manifest von „hello handmade“

Ragna: Das hat auch etwas Meditatives. Durch den lagen Prozess der Herstellung entwickelt man auch eine ganz andere Bindung zu den Produkten. Vielleicht hat man die ganzen Rohstoffe davor eingekauft. Außerdem überträgt sich diese handmade-Mentalität auch auf andere Lebensbereiche. Das Selbermachen regt zum Nachdenken darüber an, wie etwas hergestellt wird, welche Arbeitsschritte dahinter stehen, wie viele Menschen dabei involviert sind, wie viele Stoffe – chemische oder natürliche – für die Herstellung nötig sind. Egal ob Stricken, alte Möbel restaurieren, die eigenen Kartoffeln im Garten oder sonst etwas: Man denkt anders darüber nach, wenn man Dinge selbst macht.

smallternative: Bringt „handmade“ ein bisschen den Kontext zurück, der verloren gegangen ist?

Ragna: Das würde ich so sehen. Ich unterstelle einfach mal, dass Leute aus der Do-it-yourself-Szene stärker darüber nachdenken, was hinter Wertschöpfung und einem fertigen Produkt steckt.

smallterantive: Wir wünschen Euch und dem LOKAL viel Glück und noch viele spannende Ideen und Workshops. Und danke für Deine Zeit!

Vom „Betriebssystem“ einer Cola

smallternative des monats - premium cola„Hey, wie geil ist das denn, was wir hier machen. Das hab ich ja jetzt erst kapiert.“ So klingen begeisterte Kunden. Auch wir haben ein Weilchen gebraucht, um zu kapieren, wie viel Revolution in 0,33 Liter Cola stecken können –  und was ein Anti-Mengenrabatt ist. Erfahrt mehr über unsere smallternative des Monats und darüber, wie man eine Getränkemarke aufbauen kann.

Uwe Lübbermann spricht schnell. Man merkt ihm an, dass er diese Geschichte schon oft erzählt hat und dass er das Staunen seiner Zuhörer gewohnt ist. Er holt aus, abstrahiert gerne, spielt an auf vieles, was mit einer Cola auf den ersten Blick so viel zu tun hat, wie Originalität mit Tschibo-Café. Es geht ihm um mehr, sehr viel mehr als Softdrinks, so viel wird schnell klar. Manchen gilt er schon als der Fachmann in Sachen nachhaltige Getränkewirtschaft und Gründer neuer Getränkemarken wenden sich mit Fragen gerne an ihn. Sie wollen wissen, wie man das macht, mit sehr schlanken Strukturen eine erfolgreiche Open-Franchise-Getränkemarke aufzubauen.

 

Interessengruppe Premium

Aus einer „Bande beleidigter Kunden“ (damals Afri-Cola-Kunden) formierte sich um die Jahrtausendwende eine Interessengruppe, die sich gegen heimliche Rezeptänderungen bei ihrer Lieblingsbrause zu Wehr setzte. Nachdem monatelange Versuche scheiterten, das Getränk hinsichtlich seines Geschmacks und ehemals beträchtlichen Koffeingehalts zu rehabilitieren, sah sich das Kollektiv gezwungen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen: Premium Cola war geboren und setzte an zu einem alles andere als stürmischen, aber stetigen Wachstum. Wer die ganze Geschichte nachlesen möchte, findet hier näheres. Premium Cola: revolutionärHeute, über zwölf Jahre später, hat Premium Cola 1650 gewerbliche Partner und 674 Verkaufsstellen, oft nur kleine Abnahmemengen, aber dadurch insgesamt eine große Stabilität, wie Uwe betont.

 

Ein Netzwerk und sein Betriebssystem

Was macht sie also aus, die Premium Cola? Koffein? Ja, davon enthält sie natürlich jede   Menge, ganze 25mg pro 100ml. Doch was die Brause wirklich einzigartig macht, ist das „System“, das hinter ihr steckt, das Kollektiv, welches das sogenannte Premium-Betriebssystem entwickelt hat, das allen Marken unter dem Premium-Dach zugrunde liegt. „Die eigentliche Macht von einem Konzept, wie wir es verfolgen, ist das Netzwerk von Leuten. Das ist es, worum ich mich seit 12 Jahren bemühe“, sagt Uwe und ergänzt: „Das Ausbalancieren der Bedarfe der einzelnen Stakeholder ist der Unternehmenszweck, nicht der Verkauf von Cola.“ Und das gelingt dem Kollektiv, wie sich das Netzwerk der Beteiligten nennt, ohne ein Premium-Büro, ohne die Getränke selbst zu produzieren und ohne eine Personen- oder Kapitalgesellschaft; auch Handel und Logistik sind ausgelagert – an selbständige Profis als regelmäßige Auftragnehmer, die aber alle mitentscheiden können.

 

Gewinne ausgeschlossen

Was den „Club“ eint, ist das Ziel, die Handlungsfelder Ökologie, Soziales und Ökonomie im Premium-System ein Einklang zu bringen und dabei den Beweis zu führen, dass Moral und Wirtschaft zusammen funktionieren können. Und das hat ganz konkrete Folgen: „Wir haben bei uns Gewinne ausgeschlossen. Wachstum in GrenzenGewinne sind nur für wenige gut“, erklärt Uwe. Das heißt aber nicht, dass größere Absätze, die Mitglieder des Kollektivs nicht profitieren lässt. Doch der Gründer stellt klar: „Niemand hat die Möglichkeit, durch einen variablen Anteil mehr zu verdienen, wenn er auf die Lieferanten tritt oder durch ein geschicktes Marketing einen höheren Preis zu verlangen. Das ist fixiert. Der Hebel funktioniert anders herum: Nur wenn wir es gemeinsam schaffen, mehr Partner zum Mitmachen zu bewegen, können wir alle mehr verdienen.“ Das jährliche Wachstum wurde bewusst auf 30% begrenzt, damit man bei den Vorfinanzierungen nicht in die Abhängigkeit von Kreditgebern gerät.

 

Tipps für Gründer:
Fünf Tipps, die Uwe Lübbermann Gründern mit auf den Weg geben würde:

  1. Zuhören – ALLEN zuhören (allen Mitarbeitern,
    allen Kunden, allen Konsumenten).
  2. Ein eigene Meinung bilden, dann auch unkonventionelle
    Lösungen anbieten (z.B. Antimengenrabatt).
  3. Langsam machen. Wenn es zu vermeiden ist, kein Geld aufnehmen
    und nicht gleich den Job kündigen. Zu viel Druck und Risiko.
  4. Konsequent dranbleiben. Nicht beirren lassen.
  5. Immer einen Plan B in der Tasche haben.

 

Nur auf den ersten Blick paradox: Der Anti-Mengenrabatt

Es gibt noch weitere Aspekte des Betriebssystem, die einen altgedienten Betriebswirt regelrecht vor den Kopf stoßen dürften: Der Anti-Mengenrabatt kehrt den konventionellen Mengenrabatt zugunsten der Kleinabnehmer um, die aufgrund der geringeren Mengen einen relativ hohen Aufwand mit dem Produkt haben. Sie zahlen also weniger als „Großabnehmer“. Klingt verrückt, aber es funktioniert. Der Lieferort ist weiter als ein paar Hundert Kilometer entfernt? Eine Belieferung wird trotz des Kundeninteresses wegen zu schlechter Ökobilanz abgelehnt, der Interessent aber zum Aufbau eines eigenen Standorts ermuntert. Und Werbung? „Werbung ist ja in der Regel Belästigung“, findet der Sprecher des Kollektivs. Und aus diesem Grund wird keine auffällige Außenwerbung gemacht. Wer sich hingegen selbst für Produkt und Philosophie interessiert, erhält detaillierte Auskunft und kann ohne Umwege mit den Köpfen hinter Premium Cola sprechen.

 

Vorteile müssen erlebbar gemacht werden

Sprechen, darauf kommt es ihnen an, auch mit denjenigen, die ganz anders ticken. Um etwas zu bewegen, muss man auf Menschen zugehen. Uwe rät daher: „Nicht nur mit jenen arbeiten, die schon genauso denken wie man selber, sondern regelmäßig mit Leuten in Kontakt kommen, die z.B. seit 30 Jahren straff „BWL“ machen. Diese muss man mit Argumenten gewinnen, die auch unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten überzeugen: Feste Spanne, Rücknahmegarantie, Anti-Mengenrabatt, persönliche Ansprechpartner und unkomplizierter Umgang. Und diese Vorteile müssen genauso erlebbar gemacht werden wie unsere Art der Zusammenarbeit, die stressfreier, stabiler, menschlicher und angenehmer ist. Das kann gut mal zwei Jahre dauern, bis man dann plötzlich einen Anruf bekommt: „Hey, wie geil ist das denn, was wir hier machen. Das hab ich ja jetzt erst kapiert.“

Übrigens: Das Betriebssystem vpremium cola bei smallternativeon Premium ist open source, kann also von jedem „kopiert“ werden. Für weitere Beratung oder gar ein Anschluss, an das Kollektiv, das außer Cola inzwischen auch Bier, Café, Mate- und Holunderbrausen anbietet, ist eine direkte Kontaktaufnahme problemlos möglich. Interessenten/innen können sich außerdem als Tippgeber/in, Starter/in oder Sprecher/in dem Kollektiv anschließen und dabei natürlich auch am Erfolg teilhaben.

 

Weitere Infos unter http://www.premium-cola.de/

„Wir hoffen, dass dann durch diese Summe an kleinen Entscheidungen im Alltag der Wandel vorangetrieben wird.“ Ein Gespräch mit den goodz – Gründern.

goodz ist eine neue Onlineplattform für Design, Qualität und Nachhaltigkeit. Neben einem Shop, gibt es auch ein Magazin zu nachhaltigen Themen. Eine Community soll folgen. Gegründet wurde goodz von Thomas Preiss, Florian Lanzer und Jeffry van Ede. Florian und Thomas haben sich beim gemeinsamen Studium in Los Angeles getroffen. Nach vielen verschiedenen beruflichen Stationen, haben sie sich dann wieder zusammen getan. Thomas hatte inzwischen Jeffry kennengelernt, der nach 20 Jahren bei Sony, gerade etwas anderes starten wollte, in Richtung „Profit meets Purpose“. Schnell war klar, dass die drei etwas zusammen machen wollen und so wurde der Grundstein für goodz gelegt. Wir haben mit Thomas und Florian und ihrer PR Managerin Julia gesprochen.

smallternative: War für Euch denn schnell klar, dass ihr eine nachhaltige Geschäftsidee umsetzen wollt?

goodz-geschaeftsfuehrerFlorian: Ich glaube, das ist bei uns allen unabhängig voneinander entstanden. Wir haben gemerkt, dass wir keine Lust mehr darauf haben, Produkte zu konsumieren, die nicht mit der eigenen Ethik übereinstimmen. Die Überlegungen waren also schon länger da und haben sich über die Zeit verschärft. Und wir haben immer mehr gemerkt, dass wir damit nicht allein sind. Wir haben mit anderen Leuten darüber gesprochen und festgestellt, dass sehr viele Leute so denken. So hat sich das dann weiter entwickelt. Die Frage war dann: Wenn den Leuten bewusst ist, dass es hier ein Problem gibt, was machen sie dagegen? Machen sie überhaupt was dagegen? Und wenn nicht, warum nicht? Wir dachten schon, dass es diese Produkte gibt, die anders ticken. Aber wir kannten nicht so viele. Ich persönlich bin da relativ blauäugig reingegangen. Für mich war schon die Frage, ob es überhaupt Produkte gibt, die besser sind als der Status quo. Also haben wir uns auf die Suche gemacht. Sehr schnell haben wir viele Produkte gefunden. Allerdings sehr verstreut und nicht an einem Ort. Es waren oft kleine Marken, die jung anfangen, aber Nachhaltigkeit schon seit Tag 1 in ihrer DNA haben. Die haben aber oft nicht die Marketingpower, um bekannt zu werden. Deswegen kannten wir sie auch nicht. Und das ist eben auch ein Teil des Problems, das wir mit goodz lösen wollen. Leute, die anders konsumieren wollen, sollen einen viel, viel einfacheren Zugang zu den Produkten bekommen und auch zu den Stories hinter den Produkten. Deswegen haben wir auch das Magazin. Wir wollen zeigen, wer die Menschen dahinter sind, was sie antreibt und warum sie es machen.

Thomas: Uns war von Anfang an auch wichtig, dass wir nicht notwendigerweise eine Plattform für Hardliner-Aktiviten sein wollen. Die Hauptidee war „Mainstreaming-Sustainibility“. Und was muss passieren, dass das funktioniert? Das hat auch damit zu tun, dass wir selbst nicht in einer mega grünen Ecke sind. Aber es interessiert uns eben sehr, diese Erfahrungen zu machen und selbst auf diese Reise zu gehen. Jeff , unser Mitgründer, glaubt dass vielleicht 5% sehr grün leben. Und es wird auch immer Leute in der Gesellschaft geben, die sagen „I don’t care“. Aber es gibt eben auch ein unglaubliches Potenzial von 30/40%, die eigentlich bereit sind, sich zu bewegen, für die es aber noch kein passendes Angebot gibt, damit sie es dann tatsächlich machen. Das hat mit Style zu tun und natürlich auch mit dem Preis. Das hat mit Glaubwürdigkeit und Vertrauen zu tun und auch mit Lifestyle. Das Angebot, was es bisher gibt und die Art, wie Nachhaltigkeit meistens kommuniziert wird, hat fast immer etwas mit Altruismus und Verzicht zu tun. „Ich muss etwas aufgeben, damit es anderen gut geht.“ Das ist aber nicht die Positionierung von goodz. Nachhaltigkeit kann auch Spaß machen und diese Emotion zu transportieren und in E-Commerce zu übersetzen – das ist es, was wir mit goodz erreichen wollen. Da kommt dann eben auch Content ins Spiel und die ganze Kommunikation. Wie ist unsere Bildsprache? Mit diesen Dingen haben wir uns im letzten Jahr viel beschäftigt. Was muss passieren, dass die Leute zum ersten Mal zum Beispiel einen Ethletic Sneaker kaufen? Auf goodz werden hoffentlich viele Leute sein, die diese Marken für sich entdecken und dann einen Aha-Moment haben und sich fragen, warum sie davon bisher nichts wussten. Das stellen wir uns vor.

Florian: Viele nachhaltige Seiten haben den Ansatz, Leute umerziehen zu wollen. Durch extreme Parolen und extreme Erklärung. Wir denken einfach, dass es Sinn macht, die Menschen da abzuholen, wo sie gerade stehen. Und wir glauben, dass ein großer Teil der Bevölkerung diese bessere Einkaufsentscheidung treffen will, aber ein bisschen damit alleine gelassen wird. Es herrscht eine große Verwirrung. Das ist auch der Grund, warum wir ein Magazin aufbauen wollen. Wir hoffen, dass dann durch diese Summe an kleinen Entscheidungen im Alltag der Wandel vorangetrieben wird.

smallternative: Habt ihr das Gefühl, dass grüne und nachhaltige Produkte noch immer so ein Imageproblem haben?

Thomas: Schwer zu sagen. Ich finde es gibt gewisse Entwicklungen. Das sehen wir zum Beispiel an der Fashion Week. Dieses Thema war dort dieses Jahr unheimlich groß. Ja, und an dem Punkt beantwortet das eigentlich schon die Frage. Es hat sich schon etwas verändert. Oder wie unser Mitgründer Jeff es formuliert: „Sustainable ist the new cool“. Und da ist viel dran. Da kann man viele Theorien aufstellen, warum dieser Kulturwandel stattgefunden hat, aber auf jeden Fall hat er stattgefunden und man sieht, dass etwas passiert. Wir haben viel Research vor unserem Start gemacht und da haben wir gesehen, dass in den letzten 5 bis 10 Jahren einfach so viele neue, coole, nachhaltige Lifestyle-Marken entstanden sind.

Florian: Ich glaube, das hat auch ein bisschen mit den Generationen zu tun. Die, die jetzt schon 30 – 35 oder älter sind, sind natürlich mit Marken aufgewachsen, die fast durchweg nicht nachhaltig waren, außer sie haben sich wirklich speziell dafür interessiert. Deswegen muss da ein Umdenken erfolgen. Oder es muss erstmal eine neue Wahrnehmung entstehen, dass nachhaltig nichts mit der Ökonische zu tun hat.

Julia: Also diese „Jutesäcke“ unter den grünen Produkten gibt es natürlich auch noch und da nehmen wir dann die Kuratorenaufgabe ein und sagen „Das rein. Das raus.“. Damit man auf goodz dann eben nicht den Jutesack findet. Ich glaube, es war in der Nachhaltigkeitsszene ganz lange verpönt, sich von Ästhetik leiten zu lassen. Oder überhaupt zu sagen „Es ist schön, dass der Pullover nachhaltig ist, aber er ist hässlich“, das war ja schon Hochverrat. Wir wollen aber beides und beides gibt es auch schon, man muss es nur ein bisschen suchen, finden und dann nach vorne stellen. Das ist unsere Mission.

smallternative: Wie überprüft ihr denn, wie nachhaltig die Marken wirklich sind?

Thomas: Wir lesen sehr genau alle Informationen, die wir online finden können. Wir schicken natürlich kein Team von 3 Scientists da hin, das können wir auch gar nicht. Aber, und das ist auch Teil unseres Manifests, es geht uns um Marken, die Nachhaltigkeit in ihrer DNA haben. Es geht nicht um die Marke, wie H&M, die sagt wir machen jetzt ein „Conscious T-Shirt“. Das hat für uns nicht die selbe Stärke.

Florian: Wir sammeln in einem hohen Umfang Informationen über unsere Marken und wollen die dann in möglichst transparenter Art und Weise den Kunden zur Verfügung stellen, damit sie auch einen informierte Kaufentscheidung treffen können. Das sind zum Beispiel die Stories über die Labels. Ich glaube, es gibt einen großen Vertrauensschub, wenn der Gründer mit Foto und seinem Namen da steht und über seine Marke erzählt. Das ist auf jeden Fall ein wesentlicher Faktor. Zusätzlich stellen wir immer alle Zertifikate und Labels dar, die die Unternehmen schon bekommen haben. Denn die investieren ja viel, um diese zu bekommen, damit meine ich jetzt auch nicht nur Geld. Sie unterwerfen sich strengen Standards und dann ist es auch gut diese dem Konsumente als Kriterium zur Verfügung zu stellen. Und wir haben selbst auch Kriterien in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit. Dadurch können wir auf eine einfache Art und Weise auf der Produktebene anzeigen, was dieses Produkt jetzt speziell nachhaltig macht. Und an diesem Punkt wollen wir anknüpfen, hier wollen wir die Konsumenten mit ins Boot holen und diese Nachhaltigkeit auch bewerten lassen. Nachhaltigkeit immer viel mit Subjektivität zu tun. Was ist jetzt für mich genau nachhaltig, was nicht? Das ist ein sehr sehr schwieriges Thema und auch eine Definition, die sich mit der Zeit verändert. Hier wollen wir zusammen mit der Community lernen. Wir haben jetzt angefangen, dass man das bewerten kann, aber da folgen noch viele Features, wie wir den Kunden noch weiter integrieren können und einen höheren Austausch haben.

smallternative: Was sind denn eure Pläne für goodz?

Thomas: Wo wollen wir uns hin entwickeln? Kurzfristig wollen wir unser Produktportfolio erweitern. Unser Kerngeschäft ist die E-Commerce-Plattform. Da stehen wir noch ganz am Anfang, wo wir unsere Kauferfahrung und andere Sachen weiter verbessern müssen. Aber dann kommt der Communitygedanke. Mittelfristig ist es unser Ziel, uns deutlich von anderen Plattformen über die Kauferfahrung zu differenzieren. Wir wollen das Einkaufen und das Unterstützen von nachhaltigen Projekten verknüpfen. Das ist dann „Profit meets Purpose“. Auf der ersten Ebene geht es um nachhaltige Produkte, auf der zweite Ebene um nachhaltige Projekte. Das ist ein Teil unserer Vision für die Zukunft.

smallternative: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg.

Wer goodz richtig toll findet und sie gerne unterstützen will, kann das übrigens ab Donnerstag bei ihrer Crowdfunding Kampagne tun: www.seedmatch.de/goodz

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Lemonaid: Diese Limo ist fairer als fair

lemonaidViele halten Idealisten für weltfremd. Sie ernten zwar oft Zustimmung und Anerkennung, aber ihrem eigentlichen Anliegen, die Welt zu verändern, wollen viele nicht ganz trauen. „Das ist doch nicht realistisch“ oder etwa „Hirngespinste von Gutmenschen“ heißt es dann. Unternehmer hingegen gelten oft als nüchterne, kühle Strategen, die sich an der Realität des Marktes ausrichten. Dabei muss beides kein Widerspruch sein – im Gegenteil: Echte Unternehmer haben sehr viel mit Idealisten gemein. Auch Unternehmer wagen es, die Welt zu verändern – mit ihren Produkten und Innovationen. Doch was, wenn man von Anfang an als Unternehmer das Ziel verfolgt, die Visionen einer besseren Welt zu verwirklichen? Bei einem spontanen Besuch im Lemonaid-Headquarter hatten wir Gelegenheit, mit Paul, dem Gründer zu sprechen und zu erfahren, wie man das anstellen kann.

smallternative: Was genau steckt hinter dem Konzept von Lemonaid bzw. Charitea?

Paul: Das Gesamtkonzept ist es letztlich, Produkte herzustellen, die den Zweck haben, gemeinnützige Projekte zu unterstützen. Der Gedanke kam mir, als ich  in der Entwicklungszusammenarbeit in Asien arbeitete und das Gefühl hatte, dass bei  größeren Organisationen wie etwa der UN Effizienzstrukturen fehlen. Es stehen zwar Mittel zur Verfügung, aber das Problem ist in meinen Augen, dass das Geld dort nicht selbst verdient wird. Dadurch leidet der Gedanke, mit dem Geld das Maximale zu erreichen.
Aus dieser Situation heraus, in der ich mich selbst auch als verschwenderisch und ineffizient wahrgenommen habe, entwickelte sich dann die Idee, unternehmerisches Handeln für sinnvolle Projekte statt zur bloßen Gewinnmaximierung einzusetzen. Das Ganze sollte möglichst schlank und ohne Zwischenorganisationen aufgebaut sein. Das war eigentlich der Grundgedanke von Lemonaid und Charitea. Als ich mit dieser Idee nach Deuschland zurück kam und Freunden davon erzählte, fanden die das total sinnvoll und gut nachvollziehbar. Zwei dieser Freunde, Jakob und Felix, haben damals gesagt: „Okay, wir finden das super und wollten das mit umsetzen.“

smallternative: Wie ging es dann weiter?

Paul: 2009 sind wir dann gestartet – im Kleinen. Wir haben selbst die Rezepturen zusammengemixt bei uns in der WG-Küche und auf Parties  mit Freunden getestet. Es gab also keine riesige Marktforschung, nur ein paar Feedbacks von Freunden. Und damit sind chariteawir dann gestartet. Die erste Abfüllung machten wir bei einem kleinen Biobetrieb und die ersten 40.000 Flaschen – das war sozusagen die Mindestauflage, die eigentlich viel zu groß für uns war – haben wir dann per Hand in Cafés hier in Hamburg geschleppt. In St. Pauli und Sternschanze waren dann unsere ersten Abnehmer. Ja, und dann hat sich das so herumgesprochen. Es gab einige Presseartikel darüber und die Leute haben gemerkt, dass wir das ernst meinen und wir nicht nur eine grüne Welle abreiten wollen, weil das gerade modern ist, und dass wir nicht vom Markt her denken, wo man grüner werden will, weil der Druck von außen dazu zwingt.
Bei uns war das eher umgekehrt: Wir wollten nichts machen, was nur uns die Taschen füllt und uns die Brötchen bringt, sondern auch etwas, was darüber hinaus geht. Und das merken die Leute, die mit uns zu tun haben und finden das im Zweifel auch spannender als irgendwelche Greenwashing-Kampagnen der Großen. So war das dann ziemlich erfolgreich und mittlerweile sind wir eigentlich von Norden bis Süden ganz gut vertreten – in Cafes, Restaurants, Clubs, aber auch bei manchen Einzelhändlern.

smallternative: Erzählt ihr manchmal den Kleinbauern, mit denen ihr zusammenarbeitet und die ihr ja persönlich kennt, wie das Produkt hier ankommt?

Paul: Ja. Vor zwei Wochen habe ich die Bauern in meinem Urlaub besucht. Die können sich das aber nur schwierig vorstellen – die leben in einer ganz anderen Welt. Die leben ja in Regionen, wo das urbane Leben kaum präsent ist. Da ist es für die kaum vorstellbar, wenn wir von angesagten Clubs sprechen, in denen die Limos getrunken werden. Aber die finden das lustig, wenn wir ihnen davon erzählen, die freuen sich. Lustigerweise finden z.B. die Bauern, von denen wir den Rohrzucker bekommen die Limonade selbst viel zu sauer.

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smallternative: Spricht sich unter den Bauern vor Ort herum, dass ihr ganz andere Preise zahlt und eure Produzenten zusätzliche mit der Finanzierung von Projekten unterstützt?

Paul: Klar, das ist sehr attraktiv für die Bauern. Bei der Plantage, wo ich gerade war, ist es tatsächlich so, dass sie von dem Mehrerlös, den sie erhalten, richtige Häuser auf einem eigenen Grundstück haben können. Wenn man da vorbeifährt und einer sagt, da wohne ich, glaubt man das gar nicht. Das ist echt beeindruckend. Die haben außerdem eine Krankenstation und sogar ein Altenheim realisieren können, Kindergarten und einen Schulbus, der die Kinder der Arbeiter zur Schule fährt. Das weckt natürlich auch das Interesse anderer Bauern. Allerdings können sie nicht von heute auf morgen auf einen bio-zertifizierten Betrieb umstellen, das dauert drei Jahre.

smallternative: Und hast Du den Eindruck, dass dieser relative Wohlstand tatsächlich möglich wird durch den letztlich winzigen Aufschlag, den ihr und die Konsumenten für die Rohstoffe bezahlt?

Paul: Ja, absolut. Das reicht aus, um das zu realisieren. Aber es darf vor Ort natürlich kein Scharlatan sitzen, der das Geld in seine eigenen Taschen stopft.

smallternative: Und wie kann man das sicherstellen?

Paul: Da muss man schon kontrollieren. Es sind zwei Töpfe. In einen kommt das Gehalt für den Tee, in den anderen kommt die Fairtrade-Prämie. Der zweite Topf wird von der Fairtrade-Organisation beobachtet. Die prüfen, was mit dem Geld genau gemacht wurde und ob es der Community zugute kam. Zusätzlich sponsern wir aber noch einen eigenen gemeinnützigen Verein, über den wir in den Anbauregionen noch einmal weitere Projekte unterstützen. Wir finanzieren z.B. eine Berufsschule, in der Menschen, die mit Tee gar nichts zu tun haben wollen, eine andere Ausbildung z.B. als Schneider, Mauerer, Englischlehrer, Tischler bekommen können. Dann haben sie die Möglichkeit, auch ganz andere Wege zu gehen als im Teeanbau tätig zu sein.

smallternative: Das heißt über den Fairtrade-Zuschlag hinaus habt ihr ein eigenes Fairtrade-System?

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Paul: Genau. Mit jeder Flasche, die wir verkaufen, geht ein fixer Betrag – momentan sind das 5 Cent – in den eigenen gemeinnützigen Verein, über den dann weitere Projekte finanziert werden. Je mehr Flaschen wir verkaufen, desto mehr Projekte können wir realisieren. Trotzdem wollen wir in der Kommunikation nicht so sehr moralisch argumentieren. Wir wollen ein Produkt, das gesund ist, das schmeckt und das besser ist als andere Produkte. Schon aus diesem Grund sollen unsere Getränke die Kunden überzeugen können.

smallternative: Das ist ein richtig langes und spannendes Gespräch geworden. Vielen Dank dafür! Wir drücken Euch die Daumen und glauben inzwischen fest daran: TRINKEN HILFT!

 

Der Countdown läuft: Funding für Fairnopoly

Es ist nicht das erste Mal, dass wir über FAIRNOPOLY berichten. Doch aus gegebenem Anlass wollen wir nochmals an die großartige Vision des Teams und an einen wichtigen Termin erinnern. Für das Start-up geht es jetzt ums Ganze.

FairnopolyViel bekam man in der letzten Zeit zu lesen über die fragwürdigen Arbeitsbedingungen und Lohndrückerei etwa bei Amazon, clevere Steuervermeidung bei den big playern aus der digitalen Wirtschaft oder über den immer kleineren Anteil von Auktionsangeboten bei Ebay. Grund genug, sich nach Alternativen umzusehen und – soweit möglich – bei einem fairen Marktplatz einzukaufen. Und den gibt es: Fairnopoly. Das Gründerteam will vieles besser machen und arbeitet seit gut einem Jahr mit großem Engagement für einen Online-Marktplatz, der von einer transparent und fair organisierten Genossenschaft getragen wird.

Doch es braucht einige Zeit und eine ganz schön große Community, um genügend Umsätze für einen funktionierenden Online-Marketplace zu generieren. Und in dieser Zeit muss das Team irgendwie über die Runden kommen. Neben der Möglichkeit das Projekt als Held*innen persönlich zu unterstützen, besteht noch drei Tage lang die Möglichkeit, an einer Crowdfunding-Kampagne für Fairnopoly teilzunehmen und auf diesem Weg Anteile an der Genossenschaft zu zeichnen. So kann man auch an der künftigen Entwicklung partizipieren.

Damit ihr die Vorteile des Martplatzes auf einen Blick seht, haben wir sie hier nochmals stichpunktartig zusammengestellt:

  • Faire Behandlung von Kunden und Mitarbeitern
  • volle Transparenz bezüglich des Unternehmens
  • Rechtsform ist eine Genossenschaft, an der man sich jederzeit beteiligen kann
  • Genossenschafter*innen können die Politik mitbestimmen und profitieren von künftigen Gewinnen
  • Filterfunktionen für faire und ökologische Produkte fördern nachhaltigen Konsum genauso
  • (Ver-)Kauf von gebrauchten Artikeln möglich
  • Unterstützung diverser sozialer Projekte und Engagement gegen Korruption ist Teil der Unternehmensphilosophie (mehr dazu unter https://www.fairnopoly.de/about_us)

Lasst uns dabei mithelfen, Fairnopoly zu einem Erfolg zu machen! Sei es mit dem nächsten Einkauf über die Plattform und/oder die Unterstützung des Crowdfunding.

Oh nein, nicht der gelbe Engel!

Bei all der Bestürzung über den tiefen Sturz des gelben Engels mag man fast den Eindruck gewinnen, als wäre der ADAC das Letzte, woran man in Deutschland noch wirklich geglaubt hat.

Keiner Kirche, keiner Bank, nicht einmal der Währung traute man mehr so recht über den Weg. Doch auf den goldenen Engel war Verlass. Immer. Er schützte die heilige Mission der Angehörigen der  Premium-Auto-Nation: Freie Fahrt – vor allem mit der Tachonadel tief im Südosten. Und jetzt das! Als ob die jüngste Klatsche für die Stiftung Warentest für Average Joe nicht erschütternd genug gewesen wäre.

Genug der Häme. Was da geschieht ist wirklich skandalös. Aber nein: Nicht der bedauernswerte Umstand, dass einem goldenen Engel die Federn gerupft werden, sondern dass Presse und Öffentlichkeit so entsetzlich überrascht sind, dass ein weitestgehend intransparenter, quasi-monopolistisch aufgestellter und überaus mächtiger Verein vielleicht nicht des deutschen Michel selbstloser Beschützer und Helfer ist. Das ist der eigentliche Skandal. Und der zweite ist der, dass sich wohl diejenigen am lautesten darüber aufregen, die am wenigsten gewillt sind, sich nach Alternativen umzusehen. Sonst wäre die Geschichte mit zwei kurzen Schreiben oder Mails erledigt.

Wer lieber handelt als zu lamentieren findet z.B. im Verkehrsclub Deutschland (http://www.vcd.org/) eine interessante und zudem ökologisch orientierte Alternative.

Eine schöne Woche Euch allen und allzeit gute Fahrt!

 

smallternative des Monats: Let’s get smaller.

Zum Jahresende ist unsere „smallternative des Monats“ mal kein Produkt und keine Dienstleistung, sondern eine Erinnerung. An die Sachen, auf die wir im neuen Jahr wieder mehr achten wollen. Eine Erinnerung an die Dinge, die im Alltag schnell mal verloren gehen, die aber so wichtig sind und ein bisschen mehr Aufmerksamkeit verdient haben.

Da wir aber von Vorsätzen nicht so viel halten und von erhobenen Zeigefingern und Vorschriften auch nicht, haben wir einfach mal ein paar Fragen aufgeschrieben. Fragen, die wir uns selbst häufiger stellen wollen und die vielleicht zum Nachdenken anregen …

  • Kaufst Du Dinge, die Du nicht brauchst? Warum?
  • Weißt Du, wo dein Pullover hergestellt wurde? Ist es Dir wichtig?
  • Musst Du das neu kaufen?
  • Kannst Du das vielleicht auch leihen?
  • Wer braucht deine Hilfe?
  • Hast Du auch manchmal Lust auf weniger?
  • Was hast Du heute gegessen? Hat es Dir gut getan?
  • Welche kleinen Dinge bestimmen deinen Alltag?
  • Muss dein Essen in Plastik verpackt sein?
  • Ist es nicht dein Leben? Und darfst Du dir nicht aussuchen, wie Du leben willst?
  • Warum vergisst Du so oft, das jetzt jetzt ist?
  • Du kannst dich jeden Tag neu entscheiden, oder nicht?
  • Macht dein Verhalten wirklich keinen Unterschied?
  • Welche Dinge kannst/willst/solltest du ändern? Warum tust Du es dann nicht?
  • Hast Du heute etwas Gutes getan?
  • Was macht die Bank mit deinem Geld?
  • Was treibt dich an?
  • Denkst Du manchmal über deine Konsumgewohnheiten nach?
  • Gibt es dafür eine Alternative?
  • Willst Du lieber einen kleinen Händler unterstützen oder einen großen Konzern?
  • Geld oder Liebe?

Willst Du das wirklich nicht wissen?

 

questions

 

Kommt gut ins neue Jahr!!

P.S.: Ich für meinen Teil, möchte mir 2014 noch viel mehr dieser Fragen stellen (und auch beantworten). Und dabei geht es gar nicht darum, perfekt zu sein oder immer alles richtig zu machen. Aber ich will wenigsten damit anfangen. Ich will einfach wieder häufiger hinschauen und manchmal auch aufstehen und die Faust heben – wenn es um die wirklich wichtigen Dinge geht.
Ich hoffe, wir hören nie auf die Dinge zu hinterfragen. Es gibt so viel mehr, als das was uns präsentiert wird.
Ich will mir die Zeit dafür nehmen. Es ist alles, was wir haben.

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch,

Alicia

P.P.S.: Let’s get started. Let’s get smaller.

Die Server-Revolutionäre von Protonet

ProtonetPROTONET – das klingt nach Technik, aber nicht gerade nach einer Revolution. Und doch hat der „Chief Revolutionary Officer“, wie sich Ali Jelveh, einer der Gründer des Hamburger Startups, nennt, genau das vor. Viele glauben an seine Vision. In nur 48 Minuten hat das Team 200.000 € per Crowdfunding einsammeln können. Im Interview mit smallternative erklärte uns Ali, wie er mit einem kleinen Server die Welt verändern will.

smallternative: In einer Zeit, in der alle über die Cloud reden, bringt ihr eine Server-Box auf den Markt, die die Daten zurück in die Unternehmen, ins Büro, in die Teams bringt – sozusagen die private Cloud. Wie seid ihr auf die Idee gekommen und was kann euer Produkt?

Ali: Wir haben schon Ende 2008 die ersten Gedanken dazu gehabt. Damals haben Christopher und ich angefangen, erste Sachen an der Ursprungsidee zu bauen. Der Gedanke war: Wir geben den Leuten das Netz, das Internet zurück. Und das machen wir so, dass jeder zu Hause einen Access Point, einen Router hat, auf dem ein soziales Netzwerk läuft. Und dieser Router spricht mit dem Router des Nachbarn. Und der Nachbar-Router spricht mit dem Nachbarn dahinter usw. usf, sodass ein emergentes Mesh-Netzwerk entsteht, das komplett unabhängig vom jetzigen Internet funktioniert. Und dadurch, dass jeder einen kleinen Server hat, brauchst Du auch nicht mehr die riesigen Daten-Zentren usw. Das war die Ursprungsidee, dass ein Internet entsteht, das den Bürgern gehört.

Protonet

 

smallternative: Das heißt ihr baut sozusagen eine Open Source Hardware?

Ali: Nein, Open Source Hardware ist es nicht. Auch wenn wir das super finden und wir selbst ganz viele Komponenten, die open source sind, verwenden und wir auch eigene Komponenten open sourcen. Aber damit veränderst Du die Welt nicht. Der große Hebel für eine wirkliche Veränderung kommt aus dem Markt, indem Du eine Revolution schaffst, die dadurch funktioniert, dass die Leute etwas kaufen, was für sie einen wirklichen Nutzen hat und die DNA einer Veränderung beinhaltet. Und deshalb sollte es von Anfang an ein Produkt sein, das einfach funktioniert, das gut designed ist, das eine funktionierende Einheit bildet, wie ein iPhone z.B.
Smartphones gab es vor dem iphone ja auch viele, es gab Touchscreens, aber irgendwie hat sich da nicht viel bewegt, bis jemand etwas geschaffen hat, das an den richtigen Stellen funktioniert hat und richtig designed war.

smallternative: Also „Usability“ als Ansatz die Welt zu verändern?

Ali: Ja genau. Du kannst mit guter Technik, mit guten Produkten viele Leute dazu bringen, etwas anders zu tun. Und das war das Ziel. Wir haben dann angefangen dieses Produkt zu bauen, ohne zu wissen wie Hardware funktioniert. Also haben wir David gefunden, der Industriedesigner, der von Anfang an dabei war, haben Prototypen gebaut und z.B. Leute bei der XING AG das, was wir gebaut hatten, benutzen lassen. Stück für Stück kam aber heraus, dass diese Idee vom Nachbarschaftsnetz einfach zu früh war. Das war für die Leute einfach noch zu weit weg. Was aber klar wurde, ist, dass Unternehmen Interesse an so einer Lösung haben, eine Lösung die du hinstellst, wo du Storage hast, wo du Kommunikation und Kollaboration drauf hast und die Du nicht managen musst.

smallternative: Und wie läuft das Geschäft? Wer sind Eure Kunden?

Ali: Jetzt sind das hauptsächlich Agenturen. Viele Agenturen und ganz viele Kleinunternehmen. Das ist unsere Zielgruppe. Unser Ziel ist nicht, die großen Unternehmen mit ihren 10.000 Mitarbeitern zu gewinnen und ihnen Lösungen zu verkaufen, die 100.000 € kosten. Wir glauben, dass die Power bei den kleinen und mittleren Unternehmen liegt.

Protonet

smallternative: Stichwort „Daten – und Spionageskandal“. Der gibt euch und eurem Produkt ja irgendwie recht. Aber merkt man das auch beim Umsatz? Wie konsequent suchen Unternehmen jetzt nach anderen Lösungen und Alternativen?

Ali: Besonders am Anfang, als der Skandal öffentlich wurde hat man es gemerkt. Da klingelte das Telefon die ganze Zeit. Das lag dann weit über dem, was wir überhaupt bewältigen konnten. Und was man jetzt sieht, ist, dass sich auch viele andere Firmen in diesem Bereich positionieren. Doch letztendlich gibt es echte Datenhoheit nur, wenn dir auch die Technik gehört, auf der die Daten liegen. Und am Ende muss auch die Infrastruktur den Leuten gehören. Deshalb werden wir auch wieder zu unserer Ursprungsidee zurückkehren.

smallternative: Wie naiv waren wir, einer Handvoll amerikanischer IT-Giganten unser digitales Leben – sowohl geschäftlich als auch privat – anzuvertrauen?

Ali: Ich würde sagen, Menschen sind sehr pragmatische Wesen. Wenn Du ihnen eine einfache Möglichkeit gibst, Informationen zu teilen, dann werden sie die nutzen. Und wenn es keine Möglichkeit gibt, das sicher zu tun, dann werden sie das auch unsicher machen. Das kann dir jeder CIO von großen Firmen sagen, wie viele Probleme die damit haben. Daten haben auch so einen Eigenwillen, sich zu verteilen. Man kann den Menschen auch gar keinen Vorwurf machen. Es gibt kaum Alternativen. Die Alternative war bisher, sich einen eigenen Server zu bauen. Wer kann so etwas  machen?

smallternative: Etwas ganz anderes: Ihr habt eine lokale Zulieferkette aufgebaut. Welche Rolle spielt für Euch lokale Vernetzung und Produktion?

Ali: Das ist für mich einer der Kernpunkte. Ich möchte an einem anderen Weltentwurf arbeiten, einem wo die Produktion wieder lokal ist, wo Infrastruktur wieder den Leuten gehört, wo wir Menschen als Nachbarschaft, als Bürger Probleme erkennen können und entscheiden, wie wir sie beheben. Und das Wichtigste dabei ist, dass auch die Fertigung lokal erfolgt, dass du lokale Wertschöpfung hast und dabei umwelt- und ressourcenschonend arbeitest. Autarke Systeme und geschlossene Kreisläufe sind das Ziel. Wenn du wenige Riesensysteme statt 100.000 kleiner Systeme hast, sind die Folgen einer Fehlentscheidung womöglich gravierend. Beispiel Fukushima. Ich glaube dass ein System von vielen kleinen Einheiten die bessere Lösung ist. Wir wollen beweisen, dass man auch im Hardware-Bereich kleinere Einheiten lokal produzieren kann.

smallternative: Das leitet gut über zu unserer letzten Frage: Wenn kritische Konsumenten das Stichwort „Hardware“ hören, denken sie vor allem an miserable Arbeitsbedingungen und Umweltzerstörung in Asien. Kauft man mit dem Protonet Server auch ein umwelt- und menschenfreundlicheres Produkt?

Ali: Auf jeden Fall. Wir bauen die Server hier in Hamburg zusammen. Alles passiert zentral von unserem Standort aus. In der Fertigung verwenden wir keine Verbundmaterialien, keine Klebstoffe usw. Stattdessen kommt viel Metall zum Einsatz, was natürlich etwas teurer ist, aber wesentlich länger hält und voll recyclebar ist. Unser neuestes Modell ist sogar komplett passiv gekühlt, was den Stromverbrauch erheblich senkt. Das Problem ist, dass es z.B. keinen deutschen Hersteller von Mainboards gibt, also nicht alle Komponenten aus lokaler Produktion stammen können.
Das ist aber auch etwas, dass sich verändern wird, davon bin ich überzeugt. Wir werden in einer Zukunft leben, in der es „Micro-Fabs“ gibt, quasi Chip-Fabriken nach dem Vorbild der 3D-Drucker-Produktion, nur eben für den Bereich Elektronik.

smallternative: Vielen Dank für das Gespräch und euch alles Gute!

Dreimal freundlich ist besser als keinmal. DearGoods.

DSC_1017Guter Stil und gutes Gewissen? Ja, das geht. Fand auch Nicole Noli und hat 2012 ihren ersten DearGoods Laden in München eröffnet. Dort gibt es jede Menge schöne Kleidung, Accessoires und andere Lifestyleprodukte. DearGoods ist dabei aber nicht „nur“ umweltfreundlich, sondern auch tierfreundlich und menschenfreundlich. Inzwischen gibt es den Laden mit der dreifach freundlichen Ausrichtung auch in Berlin und ein zweites Mal in München. Hinter dem Konzept steckt der Glaube, dass sich jeder Schritt in diese Richtung lohnt. Das glauben wir auch und deswegen sind wir nicht nur treue Kunden, sondern haben auch Christina im Berliner Laden zum Interview getroffen:

smallternative: Es gibt zwar inzwischen immer mehr Anbieter ökologischer Kleidung, aber trotzdem hat man noch immer nicht so eine tolle Auswahl. Das war es auch, was uns an DearGoods gleich so gut gefallen hat. Ihr habt echt schöne Sachen und eine große Auswahl und man kann mit gutem Gewissen shoppen…

Christina: Ja, wir versuchen zu zeigen, dass man sich mittlerweile schön anziehen und dabei trotzdem nachhaltig konsumieren kann. Kleidung muss heute nicht mehr den typischen „Ökotouch“ haben. Aber natürlich haben die klassischen Ökolabels und Ökomodenanbieter ihre volle Berechtigung. Sie sind aus einer Bewegung in den 80er Jahren entstanden. Sie erreichen nur vom Stil eine ganz andere Zielgruppe als wir im DearGoods. Wir wollen zeigen, dass man sich korrekt kleiden und gleichzeitig modisch angezogen sein kann.

smallternative: Und es gibt bei euch ja auch etwas für jeden Geldbeutel. Viele Leute glauben ja immer, dass man sich fair hergestellte Kleidung nicht leisten kann..

Christina: Ja, das stimmt. Es kommen zwar auch manchmal Leute rein, die sagen „Ist das DSC_1023teuer“, aber es kommt eben auch immer darauf an, aus welcher Perspektive man es betrachtet. Natürlich kann man uns nicht mit H&M vergleichen. – DAS wollen wir aber auch gar nicht! Wir bieten T-Shirts ab 20€ und vergleicht man das mit einem Marken-T-Shirt, zahlt man nicht mehr. Hosen fangen bei 79,90€ an, was preislich total ok ist und von den KundInnen geschätzt wird. Wir haben eine recht große Preisspanne, wo jeder etwas finden kann.

smallternative: Wie kam Nicole denn auf die Idee DearGoods zu gründen?

Christina: Nicole hat sich schon immer sehr für die Themen Tierschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit interessiert. Sie ist viel auf Blogs unterwegs, die sich mit den Themen beschäftigen, wie zum Beispiel „Veggie Love“ von Franziska Schmid. Dort hat sie viele tolle Produkte und Kleidung entdeckt, die sie selbst gern gekauft hätte, die man aber zum Teil nur schwer beziehen konnte. Und daraus entstand die Idee für den eigenen Laden. In dem wollte sie schöne Dinge verkaufen, die weder Mensch, Tier, noch Umwelt schaden. Das hat sie mit ihrem DearGoods-Konzept umgesetzt.

smallternative: Das ist ja auch ein tolles Konzept, dass es eben nicht nur eins ist. Man muss sich nicht entscheiden: „Kaufe ich jetzt vegane Sachen, die vielleicht nicht besonders menschenfreundlich produziert wurden? Oder kaufe ich fair produzierte Lederschuhe?“ Das kann man hier toll verbinden.

Christina: Das ist uns auch sehr wichtig. Es spielt dabei immer eine Rolle, aus welchem Bereich man kommt. Mancher interessiert sich eher für den Tierschutz, ein anderer für den Bereich Ökologie, der nächste für den fairen Handel. Und wir versuchen alle drei Bereiche zu vereinen. Das schätzen sehr viele, denn wer sich mit einem der Themen beschäftigt wird früher oder später mit allen anderen Bereichen konfrontiert.

smallternative: Wie waren denn insgesamt so die Reaktionen eurer Kunden? Vielleicht auch von Leuten, die sich vorher noch nicht so viel mit den Themen fair, ökologisch und vegan auseinandergesetzt haben..

Christina: Insgesamt war und ist es durchweg positiv. Wir hatten von Anfang an KundenInnen, die alle paar Monate vorbeikommen. Auch Leute aus dem Ausland und anderen Teilen Deutschlands. Es wird eine Art veganer Tourismus betrieben. Durch Blogs, vegane Apps (z.B.: Die Berlin-Vegan App) oder durch das Veganz kommen viele ganz bewusst in diese Gegend. Das sind oft KundInnen, die vegan leben und sich freuen, dass hier in der Straße von Schuhen, über Kleidung bis hin zu Lebensmitteln alles angeboten wird. Ebenso erreichen wir aber auch Kundschaft, die sich für fair und ökologisch produzierte Kleidung interessieren und hier dann fündig werden. Wer bisher noch nicht so sehr mit dem Thema Ökomode vertraut ist, wird von uns gern beraten. Auch da stoßen wir auf viel Offenheit.

smallternative: Was habt ihr denn für Marken?

Christina: Einer der Klassiker ist Armedangels. Das Label kommt aus Köln und sie machen seit sechs Jahren fair und ökologisch produzierte Mode. Inzwischen produzieren sie unteranderem in Marokko und Portugal, immer unter fairen Bedingungen und in Bioqualität. Auf ihrer Homepage geben sie zusätzlich an, ob ein Kleidungsstück vegan ist oder nicht. Das ist ein toller Service.
Ein weiteres großes Label in unseren Läden ist People Tree, die im internationalen Fair Fashion-Bereich eines der bekanntesten Brands sind. Safia Minney, die Gründerin versucht in allen Ländern, in denen sie produzieren lässt, Schul- und Frauenprojekte aufzubauen. Außerdem lässt sie viele Stoffe in traditionellen Handarbeiten herstellen um klassische Techniken nicht aussterben zu lassen und fördert den Anbau von Biobaumwolle. Das ist ein tolles Konzept.
Auch Bleed ist für uns sehr wichtig – ein deutsches Label. Sie produzieren seit ihren Anfängen alles fair, ökologisch und vegan und passen deswegen perfekt zu unserem Konzept.
DSC_1002Berliner Labels wie Treches und Format finden auch immer wieder ihren Platz in unseren Läden. Beide machen ausgefallenere Sachen, lassen komplett in Deutschland produzieren und verwenden nur ökologische Stoffe.
Unsere Jeans sind unter anderem von MonkeeGenes. Sie sitzen perfekt und bieten eine tolle Auswahl bei Schnitt und Farbe. Es gibt natürlich noch sehr viel mehr Marken, aber diese Labels geben einen kleinen Einblick in unser Sortiment.

smallternative: Wie geht ihr denn persönlich mit dem Thema um? Lebt ihr zum Beispiel alle vegan?

Christina: Ich persönlich lebe vegetarisch, aber beziehe den Veganismus mehr und mehr in meinen Alltag mit ein. Mir ist nicht nur bei meiner Kleidung wichtig, dass niemand unter der Herstellung leiden muss, sondern selbstverständlich auch bei dem, was ich esse. Wir finden es wichtig, dass jeder für sich persönlich entscheidet wie weit er geht. Es ist eine ganz private Entscheidung, wie man lebt und leben möchte. Niemand steht mit erhobenem Zeigefinger vor unseren KundInnen. Einige leben vegan, andere nicht. Aber das darf jeder für sich entscheiden. Sobald man anfängt sich über seine Umwelt Gedanken zu machen, ist man sicher schon einmal auf dem richtigen Weg!

smallternative: Das ist doch ein gutes Schlusswort. Danke für das nette Interview und weiterhin viel Erfolg.

DSC_1025DearGoods München I
Baldestraße 13
80469 München

DearGoods München II
Baaderstraße 65
80469 München

Öffnungszeiten München: DI – FR 11:00 – DSC_101519:00 + SA 10:30 – 18:00

DearGoods Berlin
Schivelbeiner Straße 35
10439 Berlin

DSC_1021Öffnungszeiten Berlin: MO – FR 11:00 – 20:00 + SA 11:00 – 18:00

→ Tipp: Direkt nebenan gibt es auch einen avesu Laden (vegane Schuhe) und einen Veganz (veganer Supermarkt).

Wer nicht in München oder Berlin wohnt, kann natürlich auch online shoppen: http://www.onlineshop.deargoods.com/